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Auf Besuch
Sachenzeitung in Bildung: Die Erfindung des Kinos ist ein Vorgeschmack auf die Zukunft. Mit dieser Freiheit werde einmal der Mensch auch einen Geist der Philosophie verwirklichen. Der Erste Tag dieses Möglichen ist die Gestalt des Machbaren für das Erklären über das Kino.

Sachenzeitung in Bildung

Auf Besuch…

 

Umstände ziehen weiter, aber sie lassen einen verdutzt zurück. Mal sind das Lachen und Schmunzeln auf den Lippen einen Moment des Lebens wert. Es grüßt mit einem Tag, während es am nächsten Tag verabschiedet. Glück und Unglück sind ein ungleiches Paar mit denselben Werten. Fangen wir an zu begreifen, wenn die Umstände uns nicht mehr loslassen – wir sind dann befangen und gefangen mit der Weite der Erde und der Masse der Menschheit. Anderes zählt nicht, denn nur der Mensch soll aufs Anrecht des Sich-Mehren und Untertan-Machen nicht verzichtet haben (Quelle: Bibel; Latein; Romanisch; Englisch; Germanisch; 20. Jahrhundert); doch die Ameisen folgen einer anderen Geheimlehre einer anderen Bibel.

 

Das Gespräch im Interview mit Seele, Reinkarnation, Weltseele oder Gedanken beleuchtet Tatsachen der Gegenwart und Vergangenheit. „Es ist das, das uns im innersten ausmacht.“, sagt sich als Gesamtidee von diesem Interview. Das hätte auch der Titel der Kolumne sein können. Macht nichts, denn wir sind geistig erfüllt, wundervoll kreativ und besonnen erfinderisch. Der Handwerker aus dem 18. Jahrhundert hätte mir mit einem Stich ins Herz widersprochen. Wir sind allgegenwärtig Gegenwart. Die Epoche endet nicht mit einem Blitz des Weltuntergangs, wie manche es leichthin erklären.

 

Im Fehlen von Gewalt im Theater, schaut’s nach einer anderen Epoche aus. Gewalt blieb nicht weg… Das Theater des Französischen 18. Jahrhunderts war gleichermaßen Theater für die Reichen bzw. für die Gesellschaft. Damals saß die Öffentlichkeit noch im Rang; heute sperrt sie sich ins Wohnzimmer, die Öffentlichkeit, und sie verzichtet auf Kritik und Regie. Das Theater Frankreichs im 18. Jahrhundert war eines mit einer Tat der Gewalt – Heute ist Die Gewalt auf mehrere Szenen verteilt. Widersprüche? Der Film, die Musik, die Literatur und das Theater verzichten in der Gegenwart niemals auf Gewalt.

 

Denn Gewalt wurde eines Tages in den regelmäßigen Medien ohne Aufwand und ohne Geistreiche Tricks nicht als obszön betrachtet. Die Gegenwart ist ein Ausharren mit der Gewalt. Das TV ist ein Bösteil der Unkultur und Anti-Kunst der Gewalt. Der A-Mensch ist das Gegenteil des Menschen vom 18. Jahrhundert. Es ist heute ein Global-Westliches Geschehen und Erleben von Menschen mit hässlichen Gedanken und Reden. Widersprüche? So ist der Mensch einfach abgestumpft, und er weiß nicht von der Realität des Frühen; immer ist die Gegenwart Moderne.

 

Frankreich im 18. Jahrhundert lässt für den Handwerker aus diesem für das Interview erklären. Dieser als Seele, Reinkarnation, Weltseele oder Gedanken erklärt frei, die Menschen haben auf die Gewalt geachtet, als hätten sie es zum Ersten Mal gesehen; im Theater stöhnten die Zuseher – das Publikum – auf, sie atmeten auf, und ließ es sie nicht los, begannen sie zu tuscheln. Die nicht nach Gewalt süchtig waren.

 

Heute ist es die Gegenwart der Zuschauer, die nach Gewalt süchtig sind. Sie sind es so sehr, dass sie täglich eine Dosis an Gewalt brauchen. Sie benötigen diese Droge, denn sie sind angetörnt von etwas… sie brauchen eine Droge.

 

Im Gegensatz dazu gibt es nur einen einzigen anständigen Film. Aber Welcher Mensch der Gegenwart schaut Colin Firth hinterher. Es gibt keine einzige Szene mit Gewalt in diesem Film. Ein Film mit vielen Stärken, gutem Inhalt, wirklicher Text und realistischer Zeitgeist. Ist es aber Colin Firth, bangt manche Menschenmenge vor dem Britischen Akzent, bzw. schreit die Menschenmenge nach /“Bridget Jones‘“/ Hugh Grant. Die Zeit ist Epoche, dass niemand in ihr vergessen wird.

 

Wie auch damals anderes geschah, denn neben Special Effects und Soundtrack wird heute über den Inhalt des Films nicht gesprochen. Die Mühe von damals im Frankreich des 18. Jahrhunderts war das Sich-Bemerken-Lassen vom Denken über Gewalt im Theater. Die Zuseher sprachen sehr wohl über den Inhalt der Szene eines gewalttätigen Handelns. Mir wurde auch gesagt, dass ich mit William Shakespeares /“Prosperos Bücher“/ Klassik als Theater betrachte. Nicht anders zu sein, doch vom Wunder der Kunst erfüllt. Im Theater Frankreichs des 18. Jahrhunderts wurden manchmal Brüste gesehen – oder mehr. Der einfache Sinn darüber war, dass es sich um Kunst gehandelt hatte. Kultur.

 

Mit den Vorurteilen im Kopf, endet das Interview mit solchen bereiteten Sätzen. Die Menschen der Gegenwart wiederholen eine Weltgeschichte der Gewalt täglich. Dann gibt es auch kein Besonderes und kein Merkmal, das für Menschen spricht. Die Menschen sind heute ein Entstehen ohne Verstehen. Der Kultur hinterher zu eifern, heißt, es ist ein Wunder, sollten einmal Philosophen bzw. Intellektuelle bzw. Omni-Studierte das Fach der Kultur um Kunst begreifen müssen. Ein Ausweg aus der Misere ist nicht gezeigt – aber Kunst ist ein Inhalt, dem sich mehr Menschen widmen sollen – die mit einem anderen Geist.

 

„Amerika ist die Größte Unkultur der Darstellung von Gewalt, die sich in alles Verpacken lässt.“, so sagt es die Seele, Reinkarnation, Weltseele oder Gedanke.

 

(Quelle: Interview; Seele; Reinkarnation; Weltseele; Gedanken; 2016)

 

Lemming Tschoubie

Niemandslandende, 16. Juli 2016

 
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